Warum wächst in meinem Rasen Moos?
Moos wächst immer dort, wo die Standortverhältnisse für das Moos besser sind, als für das Gras.
Dies können sein:
- Schattige Lagen, die schlecht abtrocknen
- Ungenügende oder ungleichmäßige Nährstoffversorgung
- Schlechte Durchlüftung der Tragschicht
- Zu geringe Tragschicht
- Sehr saure oder sehr alkalische Reaktion
- Zu tiefer Schnitt - sehr häufig!
- Schlechte Wasserabführung
- Verfilzung
Was kann man gegen Moos im Rasen machen?
Man macht die Rasengräser
konkurrenzfähiger gegenüber dem Moos. Das heißt, man
verbessert seine
Standortvorteile und die Konkurrenzkraft. Wobei starke Schattenlagen
immer ein Problem bleiben. Rasengräser
sind Licht hungrig. Als eine gute und billige Möglichkeit der
Bekämpfung hat sich die Anwendung von Eisen-II-Sulfat
herausgestellt. Dies wird einfach auf die betroffenen Flächen
ausgebracht und nach wenigen Tagen stirbt das Moos ab und
kann heraus vertikutiert werden. Anschließend kann ein Nachsaat
notwendig werden. Weiterhin ist eine Verbesserungen der
Umfeld Bedingungen
anzustreben, da sonst das Moos nach einiger Zeit wieder auftaucht.
Für eine gute Durchlüftung des Substrates sorgen:
- Boden lockern
- Altes Moos und Pflanzenreste heraus vertikutieren
- Auf eine ausgewogene Nährstoffverteilung achten
- Den Wasserhaushalt regulieren
- Verdichtungen beseitigen
- Ph-Wert regulieren
- Moos kann direkt mit Eisen-II-Sulfat und möglichst noch einer eigenen Düngergabe bekämpft werden
- Danach die abgestorbenen Pflanzenteile immer herausverkutieren
- Nachsaat zur Stärkung der Rasennarbe
- Rasensand oder Moossand mischen und als Topdressing aufbringen
Was ist Rasensand oder Moossand?
10 Schaufeln Sand, 3 Schaufeln schwefelsaures Ammoniak (Ammoniumsulfat ((NH4)²SO4))und zwei Schaufeln
Eisen-II-Sulfat (FeSO4 oder Eisenvitriol) selbst mischen und auf den feuchten Boden 3 bis 4 mal
im Jahr ausbringen. Mischung am besten selber herstellen. Günstigste Jahreszeit ist der Frühling.
Ausbringmenge 100-200 g/m². Vorsicht: Verbrennungen möglich. Gut wässern. Danach immer vertikutieren
und eventuell nachsäen. Komponenten aber besten immmer frisch mischen.
Beim Bezug von kleineren Mengen für den Hausgarten ist sicher die Fa. Müller behilflich. www.25kilo.de
Welche Möglichkeiten der mechanischen Unkraut Bekämpfung auf Sportplätzen gibt es?
Unkraut Bekämpfung im Rasen ist durch vorbeugende pflegerische und mechanische Maßnahmen
möglich. Eine chemische Unkraut Bekämpfung gestaltet sich nicht immer einfach, da hierzu die
Genehmigung der zuständigen Behörde nötig ist. Und diese kann zum Teil ungeahnte Kosten verursachen.
Deshalb ist die Vermeidung von Unkraut immer noch der geeignetste Weg. Dies wird am besten durch einen lückenlosen
Rasenbestand erreicht. Denn Lücken erleichtern dem Unkraut die Einwanderung in einen Bestand. Die Qualität des
Rasens wird weitgehend von der Schnitthöhe und von der Häufigkeit des Schnittes bestimmt. Wird in langen
Zeitabständen ein hochgewachsener Bestand sehr kurz geschnitten, kann der Rasen geschädigt werden,
weil die feinen Gräser absterben und sich Rosettenunkräuter oder grobe Gräser ausbreiten. Bei
herkömmlicher Pflege ist es üblich das Schnittgut zu entfernen. Lässt man es liegen, können sich
unerwünschte Arten wie z.B. die einjährige Rispe (Poa annua) schnell über den ganzen Rasen verbreiten.
Pflanzen brauchen Luft und Wasser, um richtig gedeihen zu können. Wenn sie diese elementaren Stoffe
nicht im ausreichenden Maße erhalten, werden die erwünschten Gräser geschädigt, während einige
anspruchslosere Unkraut Arten eine Förderung erfahren. Im Laufe der Zeit kann sich durch ständige Verwendung
schwerer Maschinen und Belastung durch Spieler die Rasentragschicht verdichten. Diese Verdichtungen
in Verbindung mit dem Rasenfilz verhindern Gasaustausch und Wasserdurchlässigkeit und damit die
Durchdringung des Bodens mit Wurzeln. Durch Aerifizieren werden die entstandenen Schäden gemildert
und der Rasen wird gekräftigt. Noch wirkungsvoller ist die Durchlüftung in Verbindung mit Besanden.
Während des normalen gesunden Wachstums eines Rasens sammeln sich große Mengen abgestorbener
Pflanzenreste auf dem Grund der Grasdecke an. Auf stark sandhaltigen, biologisch wenig aktiven
Rasentragschichten bildet sich mit der Zeit ein dicker, undurchlässiger Filz, der die Durchlüftung
und die Wasseraufnahme des Bodens behindert, damit den Rasen schwächt und ideale Voraussetzungen für
die Entwicklung von Moossporen schafft. Durch Vertikutieren wird diese Filzschicht durchschnitten,
die Seitentriebbildung gefördert und die Keimmöglichkeit für Unkräuter erschwert.
Hilft alles nix bleibt nur die genehmigungspflichtige Unkrautbekämpfung mit der Pflanzenschutzspritze.
Was tun wenn Alles nichts hilft?
Da bleibt nur die Chemische Unkrautbekämpfung mit der Pflanzenschutzspritze
Die ist allerdings genehmigungspflichtig.
Auskünfte und Wirkstoffe bei uns.
Wo liegt der Unterschied zwischen Maulwürfen und Wühlmäusen?
Schadbilder im Rasen durch Wühlmäuse und Maulwürfe sind sehr ärgerlich. Die Verursacher müssen auf
Funktionsrasenflächen bekämpft werden, da der Sicherheitsaspekt auf diesen Flächen im Vordergrund
steht und auch die Bespielbarkeit sehr leidet. Zudem wird durch die Erde in den Mähgeräten die
Funktion und Haltbarkeit der Geräte eingeschränkt. Jedoch darf der Maulwurf nur vergrämt werden, da
er auf der Roten Liste der Tiere steht. Eine Wühlmaus hingegen, besser gesagt eine Schermaus, darf
bekämpft werden. Die beiden Arten können am Schadbild unterschieden werden. Die fruchtbare Schermaus
hat ovale Gänge, meist nur etliche Zentimeter unter der Erdoberfläche. Sie schiebt ihre Haufen
schräg heraus, d.h. das Loch ist nicht in der Mitte des Hügels und das Material ist meist grob.
Der Maulwurf lebt in einem runden Gang und das Loch im hohen Erdhaufen ist in der Mitte. Weiterhin
können beide Arten am toten Tier unterschieden werden. Die Schermaus besitzt einen langen Schwanz,
der Maulwurf einen Stummelschwanz. Auch an der aufgenommenen Nahrung kann eine Unterscheidung
vorgenommen werden. Die Schermaus ist ein Pflanzenfresser, der Maulwurf frisst Regenwürmer,
Engerlinge etc.
Gute Bekämpfungserfolge angeblich mit Trockeneis. Keine Ahnung ob das legal ist.
Wie bekämpfe ich den Maulwurf, die Wühlmaus?
Die Bekämpfung ist für beide Arten
ähnlich, wobei die Tötungsvariante für den Maulwurf nicht
zulässig ist. Es gibt Vergrämungsmittel, Duftstöckchen,
Fallen (auch für den Lebendfang), Gift, Gas, Carbid, Jauche als Vergrämungsmittel. Weiterhin ist eine
Förderung der natürlichen Feinde, wie Schlangen,
Fuchs, Storch, Mauswiesel und Bussard eine Möglichkeit.
Erfahrungsgemäß haben vibrierende und Hochtongeräte
keinen
berauschenden Bekämpfungserfolg. Nach Sanierung der Flächen
kann ein Maulwurfzaun gegen das wieder Einwandern von diesen unerwünschten Gästen ein gewisser
Schutz sein. Dabei wird ein
Kunststoffgitter mindestens 40 cm tief in den Boden eingebracht. Die
Kosten dafür sind nicht
unerheblich, aber in Sonderfällen bestimmt gerechtfertigt.
Gute Bekämpfungserfolge angeblich mit Trockeneis. Keine Ahnung ob das legal ist.
Leider lässt der Gesetzgeber die Grundstücksbesitzer mit dem
Problem allein. Wenn ein natürlicher Feind den Schädling der
Natur entnimmt ist es in Ordnung.
Nur der Mensch darf nicht eingreifen.
Ähnliches ist in letzter Zeit auch bei anderen Tierarten zu
beobachten wie dem Wolf, Biber, Bär, Kormoranen.... die Liste ist
lang. Und die Strafen drakonisch. Man soll als Geschädigter mit dem
Problem leben. Keine faire Sache!
Da man als Betreiber eines Rasensportplatzes für die
ordnungsgemäße Nutzung Sorge tragen muss ist das alles nicht
leicht.
Sind Regenwürmer auf Sportrasenflächen Schädlinge oder Nützlinge?
Grundsätzlich ist das Vorhandensein von
Regenwürmern in Sportrasentrageschichten eher zu
begrüßen.
Plätze mit einer hohen Regenwurmaktivität haben meist keine
Probleme mit Staunässe oder schlechtem Wasser Abfluß.
Werden die Wurmhäufchen zu störend, hilft oft eine
Pflegebesandung um die Rutschgefahr einzudämmen oder das
Abschleppen betroffener Flächen..
Auf Greens haben die Häufchen im Gegensatz zu einem
Fußballplatz zum Teil spielentscheidenden Einfluß.
Gefrorene Regenwurmhäufchen im Spätherbst können aber
bei vermehrten Auftreten auch auf Fußballrasen
zu einer Stolperfalle werden. Auf Golfgreens hat sich die Spritzung mit
Benomyl von Du Pont und
Anderen bewährt. Leider sind diese Mittel nicht mehr zugelassen.
Es ist jedoch möglich die Regenwürmer
umzusiedeln. Bei Verregnung von mit Biodiozyn behandeltem Wasser
verlassen die Würmer ihre Gänge
und lassen sich dann aufsammeln und auf anderen Flächen wieder
aussetzten. Wie vermehrt berichtet wird, ist auch dieses Mittel nicht
mehr im Handel. Statt Dessen kann man aber , nach schweizer Literatur ,
Senfpulver in Wasser auflösen und auf die betreffenden
Flächen ausbringen mit der gleichen Wirkung.
Oft hilft auch eine deftige Kalkung um die Aktivität der Würmer eine Zeit lang einzudämmen.
Können Insektenlarven und Raupen Rasenflächen schädigen?
Viele Insektenlarven ernähren sich von den
Wurzeln der Gräser. Treten Sie in größeren
Mengen auf, können Sie beträchtlichen Schaden anrichten. Die
Pflanze nimmt über die Wurzeln Wasser
und Nährstoffe auf. Werden diese nun geschädigt oder
zerstört, welkt die Pflanze. In der Folge
werden die Gräser braun, vertrocknen und hinterlassen auf dem
Rasen kahle Flächen. Hinzu kommt noch, dass Vögel auf der
Suche nach
Insektenlarven den Boden aufhacken und dadurch die feine Rasendecke zum
Teil erheblich schädigen.
Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Bekämpfung der
Schädlinge ist es, den Schaderreger eindeutig zu
identifizieren.
Welche schädigenden Insekten und Raupenlarven gibt es?
Zu den Schadtieren zählen die Weisenschnaken, die Drahtwürmer, die Engerlinge, die
Erdraupen, die Mückenlarven und die Maulwurfsgrillen. Die Wiesenschnaken ernähren sich von den unterirdischen
Organen der Gräser und den in Bodennähe befindlichen Sprossen und Blättern. Symptome für einen Befall
sind Welkeerscheinungen der Gräser bei sonnigem Wetter. Es können bis zu 1000 Larven pro m2
vorkommen. Anzeichen für einen Massenbefall kann das Scharen von Krähen oder Staren sein, die auf
der Grasfläche Futter suchen und die Rasendecke aufpicken. Die Drahtwürmer sind die Larven der Schnellkäfer.
Sie zerfressen faserartig den Triebgrund und die Wurzeln und treten vor allem auf neu angesäten Flächen
auf. Die Symptome sind ähnlich wie beim Befall durch Schnaken. Die Engerlinge sind die Larven des Blatthornkäfers.
Man findet sie vor allem unter vernachlässigtem Rasen. Sie können die Graswurzeln so stark
schädigen, dass sich der Rasen aufrollen lässt wie Teppich. Stark befallene Flächen zeigen deutliche
Merkmale, wie kleine, vollständig abgestorbene Flecken oder aber größere Stellen, die bei Trockenheit
braun werden. Sekundärschädlinge sind Vögel, die den Rasen auf der Suche nach den Engerlingen aufkratzen.
Erdraupen sind die Larven verschiedener Eulen und können vor allem in neu angesätem Rasen
ernsthafte Schäden anrichten. Die Larven fressen den Triebgrund und die Wurzeln der Pflanzen. Dies
führt zum Welken und häufig auch zum Absterben der Pflanzen. In Rasenflächen sind zwei Mückenarten
aus der Familie der Haarmücken anzutreffen. Die Markushaarmücke und die Gartenhaarmücke. Sie fressen
die Wurzeln und andere Pflanzenteile dicht unter oder über dem Boden. Dadurch entstehen dünne,
locker anliegende Rasendecken, die unansehnlich und empfindlich gegen Trockenheit sind. Sie lassen
sich anheben und aufrollen. Die Maulwurfsgrille, auch Werre genannt, frisst die Wurzeln der
Rasenpflanze fleckweise ab. Dadurch verwelken die Pflanzen. Die fingerdicken Löcher im Boden
dicht unter der Erdoberfläche werden oft von Unkraut besiedelt.
Wie kann ich Rasenkrankheiten (Pilzkrankheiten) verhindern?
Es sei gleich zu Anfang gesagt: Es gibt eine
Vielzahl von Pilzkrankheiten, die den Rasen befallen können, es
sind aber nur wenige, die so starke Schäden verursachen, daß
Gegenmaßnahmen erforderlich werden.
Gegen die Ausbreitung von Schadpilzen kann man nicht viel machen. Die
Pilzsporen werden durch
die Luft, den Regen, den Boden oder den unmittelbaren Kontakt mit
Menschen, Tieren oder
Arbeitsgeräten verbreitet. Es können sowohl die
unterirdischen Pflanzenteile als auch die Blätter
befallen werden. Jede Pilzart braucht bestimmte Wachstumsbedingungen:
die eine braucht
feuchtwarme Witterung, die andere liebt es kühl und feucht und
wieder eine andere gedeiht am
besten im Winter unter einer Schneedecke.
Ursachen für die Ausbreitung von Pilzkrankheiten sind:
- Sehr dichter Bestand
- Dauernd hohe Belastung
- Langes Feuchtbleiben der Blätter
- Hohe Luftfeuchtigkeit
- Lage im Schatten
- Stehende Luft
- Zu dichtes Mulchen
- Zu niedriger oder zu hoher pH-Wert
- Dicker Rasenfilz
- Dauernder Tiefschnitt
- Überversorgung mit Wasser und Stickstoff
- Zu hoher Grasbestand oder dichte Laubauflage über Winter
Vorbeugende Maßnahmen gegen Pilzkrankheiten:
- Bei der Wahl des Saatgutes Sorten auswählen, die gegen häufig auftretende Krankheiten resistent sind
- Regel - Saatgutmischungen (RSM) bevorzugen
- Starke Schattenlage als Standort vermeiden
- Durchlüftung gewährleisten
- Boden - z. B. durch Sanden - so vorbereiten, daß er durchlässig ist und bleibt
- Keine extrem tiefen Rasenschnitte vornehmen
- Auf scharfe Messer des Rasenmähers achten für einen glatten Schnitt
- Ausgeglichene Nährstoff- und Wasserversorgung
- Keine Stickstoffdüngung im Herbst
Bekämpfung von Pilzkrankheiten:
Ist eine Pilzkrankheit im Rasen entstanden, wird zunächst
versucht, die Standortbedingungen zu
verbessern. Wenn der Boden verdichtet ist oder eine dicke
Rasenfilzschicht besteht, sollte für
bessere Durchlässigkeit und oberflächennahe Durchlüftung
gesorgt werden, zum einen durch Vertikutieren, zum anderen durch
Aerifizieren.
Darunter sind maschinelle Maßnahmen zu verstehen, die
Verdichtungen im Wurzelbereich des Rasens
bis in die Tiefe von 10 cm durch Löchern oder Schlitzen
beseitigen. Empfehlenswert ist das
anschließende Einbringen von Sand in die Löcher oder Spalten.
Was hilft gegen Dry Patch - Trockenflecken?
Die Flächen weisen trockenen Bereiche auf, in denen Gräser welken und schnell vertrocknen. Das Wasser dringt nicht
mehr in den Boden ein, sondern läuft oberflächig ab. Frühmorgens zeigt sich auf den befallenen
Flächen kein Tau. Das Wurzelwachstum ist deutlich reduziert. Besonders deutlich sind die Symptome
während trockener, heißer Witterung ausgeprägt.
Befallfördernde Faktoren:
- Probleme mit der Beregnung
- Trockene, heiße Witterung
- Rasenfilz
- Bodenverdichtungen
- Hoher Sandanteil der Tragschicht
- Niedrige ph-Werte
- Befall mit Hexenringen
Vorbeugung und Behandlung:
- Optimierung der Beregnungstechnik
- Beseitigung von Bodenverdichtungen
- Oberflächen nahes Schlitzen
- Einsatz von Benetzungsmitteln
Stand 2.2012