Unter kritischen Platzbedingungen, wie beispielsweise geringer Wasserdurchlässigkeit
oder erhöhter Bodenverdichtung kommt es bei anhaltendem Spielbetrieb zu größeren Rasenschäden,
die nur durch Regenerationsmaßnahmen behoben werden können.
Regenerationspflege
Tiefenlockerung
Wasserabführung Belüftung Beseitigung von Verdichtungen |
Nachsaat
Gräseroptimierung Schließung von Bestandslücken 30 g/qm |
Bodenverbesserung
Hilfsstoffe Wurzelaktivierung Senkung Wasserverbrauch |
Tiefenlockerung
Damit die Wurzeln auch in tiefere Schichten vordringen können, darf der
Boden nur bis zu bestimmten Graden verdichtet sein. Bei vorhandenen Verdichtungen kann Tiefenlockerung
Abhilfe schaffen. Tiefenlockerung mit Geräten, wie dem Vertidrain, dem Twose Vibrationsrüttler oder der Pressluftlanze
führen nachweislich zu einer Erhöhung der Durchlässigkeit und zur Optimierung der
Durchwurzelung.
Nachsaat
Bei einer Nachsaat wird der Pflanzenbestand
verbessert. Es sollten jedoch nur leistungsfähige
Sorten verwendet werden. In der Regel kommen RSM (=
Regelsaatgutmischungen) zum Einsatz. Diese weisen geprüfte
Mindestqualitäten auf. Eine Nachsaat zieht immer eine mindestens 6
wöchige Spielpause nach sich, damit
das Saatgut auflaufen kann und sich gesunde und widerstandsfähige
Pflanzen entwickeln. Wichtig ist
es auch während der Keimphase für eine ausreichende Beregnung
zu sorgen. Das Saatgut darf niemals
austrocknen, da sonst der Keimling vertrocknet und das Auflaufergebnis
nur ungenügend ist. Circa zwei Wochen
nach der Nachsaat sollte eine Starterdüngung erfolgen. Hier ist
ein Dünger mit erhöhten Phosphorwerten
zu verwenden, da dieser vor allem die Jugendentwicklung von Pflanzen
fördert. Ab einer Aufwuchshöhe von 7-8 cm kann dann
gemäht werden.
Bodenverbesserung
Bodenverbesserung dient dazu den Wurzeln optimale Bedingungen
zu bieten. Denn ein dichtes und strapazierfähiges Wurzelwerk ist die Basis für die nachhaltige
Strapazierfähigkeit von Sportrasen. Durch Hilfsstoffe , wie z.B Agrosil LR oder Algenprodukte ergeben sich
intenisveres Wurzelwachstum, eine bessere Nährstoffausnutzung, ein geringerer Wasserverbrauch, eine
höhere Strapazierfähigkeit und eine dichtere Grasnarbe.
Regenerationsprogramm nach starken Rasenschäden
| Maßnahme/Arbeitsschritte |
Richtwerte/Hinweise |
Mengen/7000 qm |
| Kurzschnitt |
auf ca. 2cm |
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| Vertikutieren (je nach Bedarf) |
Filz aufsammeln,
selber Arbeitsgang
Messerabstand mindestens 18 mm
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| Besanden |
Quarzsand 0-2 mm 5 l/qm |
56 to |
| Aerifizieren |
400 Loch/qm
Hohlzinken ca 6 cm tief oder mehr
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Schlitzen
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Lüften der Tragschicht
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| Tiefenlockerung (je nach Bedarf) |
Vertidrain, Vollzinken D= 28 mm
Hohlzinken D=32 mm 80-120 Loch/qm. Tiefe ca. 25 cm
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| Abschleppen |
Gliederschleppnetz, Doppelbalken, Planierrost |
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| Nachsaat |
RSM 3.2 25 - 30 g/qm |
175 - 210 kg |
| Bewässern |
Boden feucht halten 2-5 mm permanent in Keimphase |
12-15 l/qm |
| Starterdüngung |
mit phosphorbetontem Dünger 30 g/qm |
210 kg |
| Platzsperre |
4-6 Wochen |
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| Nachdüngung |
NPK-Dünger Bestockung und Etablierung
30 g/m²
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175 - 210 kg |
| Mähen |
4-5cm !! nicht tiefer Drittel-Regel beachten
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In der Sommerpause besteht die Chance abgespielte oder stark beschädigte
Rasenplätze zu regenerieren.
Je nach Zustand des einzelnen Platzes sind unterschiedliche Pflegeprogramme erforderlich.
Wichtig ist die Ursachenforschung, um gezielt Abhilfe zu schaffen.